Kampffächer

Shan Dou

Der Shaolin Kampffächer ist eine Waffe die vom Angreifer nicht zu unterschätzen ist.
Im Süden des chinesischen Reiches entwickelten sich aus harmlosen Fächern,
die aus Holz und Papier gefertigt wurden, neue harmlos aussehende Waffen für die persönliche Selbstverteidigung, die vornehmlich von den Shaolin Mönchen entwickelt wurden und auch von Hof und Adel, von Frauen und normalen Bürgern benutzt wurden. Diese Fächer waren bei Frauen und den Shaolin Mönchen sehr beliebt und so nicht nur den Kriegern vorbehalten.Kampffächer

Bei den Feldherren fungierte der Fächer auch als eine Art Kommandostab. Es existierten zahllose Fächervarianten, hinter denen ganz unterschiedliche Verwendungszwecke standen, z.B. der stabile, der zum Luftwedeln und beim Tanzen eingesetzt wurde, mit dem der Schauspieler seine Gesten unterstricht und der zur Selbstverteidigung mit Eisenlamellen versehene Kampffächer.

Der Kampffächer unterscheidet sich im Aussehen fast kaum von einem normalen Fächer und ist so als Waffe nicht auf den ersten Augenblick für den Angreifer zu erkennen.

Was versteht man unter einem Kampffächer?
Nun, gewöhnlicher Weise ist es ein 30-60 cm großer Gegenstand aus Eisen, der sich ein und ausklappen lässt. An der Oberseite des Fächers, wo normalerweise die Leisten des Fächers enden, über die der Stoff gespannt ist, endet der Fächer in Klingen und lässt deshalb ebenfalls einige sehr überraschende Kampfmethoden zu. Von der Musterung hielt man diese Fächer meist einfarbig mit nüchternen Symbolen, Schwarz, Weiß und Gold. Das waren bevorzugte Farbgebungen und das rote Sonnenzeichen zierte die Vorderseite,  Mond und Sterne die Rückseite des Fächers.
Die besonderen großen Schlachtfeld - Fächer versinnbildlichten diese Symbole Tag und Nacht  - Angriff und Rückzug, durch die Farbengebung und Zustand des Fächers. Mit einem geöffneten oder geschlossenen Fächer wurde die Kommandosprache unterstützt.
Ein Kampffächer konnte auch bei allen Anlässen, wo das Führen von Schwertern untersagt war, problemlos offen von führenden Adligen, wie Generälen oder Heerführern getragen werden.
Zusammengefaltet lässt sich der Kampffächer ähnlich wie ein kurzer Stock als Waffe gebrauchen und hat so als Schlag- und Stoßwaffe eine nicht zu unterschätzende Wirkung.
So ist er effektiv zum Blocken und Ableiten von Angriffen geeignet und kann zum Stoßen, Schlagen oder dem schmerzvollen Niederhalten eines Gegners durch spezielle Griffe und Hebel genutzt werden.
Auseinader geklappt können dem Angreifer mit den vorderen Krallen und Klingen leichte Schnitte ausgeteilt werden, doch dient der Fächer so vornehmlich als Abwehrinstrument gegen Klingenwaffen und wird im Nahkampf auch gut als Abwehrschild gegen den Aggressor genutzt.

Der Angriff mit solch einem Fächer bereitet zwar keine besonderen Schwierigkeiten, aber wegen der ungewöhnlichen Form des entfalteten Fächers ist es nicht gerade einfach eine Klinge zu parieren. Deshalb dient er vornehmlich als Verteidigungsgerät für Geübte.
Der Fächer wurde meistens mit verschiedenen Motiven bemalt um seinen harmlosen Eindruck zu bewahren was eigentlich seltsam ist, wenn doch Krallen oder Klingen oben herausragten, bis er zum Einsatz kam.
"Den Eisenfächer im Gürtel, ist genauso mit Respekt zu behandeln wie ein Säbel oder Schwert".



Mystische Welten - Die Rückkehr der Shaolin
Die atemberaubende Kung Fu Show über das Leben der Shaolin Mönche und die mystischen Geheimnisse des Qi Gong